Warum bekommt man Schweißfüße?

Schweißfüße

Warum schwitzen meine Füße?

Schweißfüße sind völlig normal.
Schweißdrüsen dienen der Regulierung unserer Körpertemperatur – eine komplexe, natürliche Form der Klimaanlage. Wenn bestimmte Körperbereiche zu warm werden, sondern die Schweißdrüsen Schweiß ab, und die dadurch entstehende Verdunstung sorgt für einen Kühleffekt. Schwitzen ist somit ein natürlicher Vorgang.

Unsere Hände und Füße weisen die höchste Dichte an Schweißdrüsen auf (350 bis 370 Schweißdrüsen pro cm²). Die Hände schwitzen genauso stark wie die Füße, sind jedoch besser belüftet; schließlich sind sie der Umgebungsluft stärker ausgesetzt als die Füße. Innerhalb von 24 Stunden sondern die Füße etwa einen Zentiliter Feuchtigkeit ab.

Warum riechen Schweißfüße so schlecht?

Frischer Schweiß ist geruchlos. Er beginnt unangenehm zu riechen, wenn er nicht verdunsten kann und eine Zeit lang in Socken und Schuhen eingeschlossen bleibt. Der Geruch wird durch Milchsäurebakterien auf der Haut verursacht. Der typische Schweißgeruch entsteht also durch den Abbau bakterieller Produkte und Prozesse und nicht durch den Schweiß an sich.

Während der Wechseljahre und der Pubertät entwickelt Schweiß einen besonders unangenehmen Geruch; dies ist auf hormonelle Veränderungen zurückzuführen. Der Schweiß an den Füßen von Babys und Kindern ist praktisch geruchlos.

Sie verstehen nun, dass Füße, die den ganzen Tag in warmen Schuhen stecken – ohne ausreichende Verdunstung –, jenen stechenden Schweißgeruch verursachen können.

Tipps gegen Schweißfüße und Fußgeruch.

1. Gehen Sie so oft wie möglich barfuß oder tragen Sie offenes Schuhwerk. Wenn dies nicht immer möglich ist, wählen Sie Schuhe mit einem hohen Lederanteil. Leder kann die Fußfeuchtigkeit regulieren und schafft so ein optimales Klima für Ihre Füße.

Hausschuhe aus Wolle bieten ebenfalls diese positiven Trageeigenschaften und sorgen für eine hervorragende Feuchtigkeitsregulierung.

2. Lassen Sie außerdem Schuhe und Hausschuhe regelmäßig auslüften, damit die aufgenommene Feuchtigkeit verdunsten kann.

3. Tragen Sie so oft wie möglich Socken, vorzugsweise aus natürlichen Materialien. Aus Gründen der Hygiene und des Fußklimas empfiehlt es sich, in geschlossenen Schuhen Socken zu tragen – idealerweise aus Wolle oder Baumwolle. Auch Wandersocken sind eine gute Wahl, da sie darauf ausgelegt sind, Feuchtigkeit abzuleiten.

4. Ziehen Sie jeden Tag saubere Socken an, auch wenn sie noch nicht schmutzig riechen.

5. Waschen Sie Socken bei 60 °C; dies gilt natürlich nicht für Wollsocken.
Wollsocken sollten nur von Hand oder im Wollwaschgang bei 30 °C gewaschen werden. Sie können für Wollsocken ein Wollwaschmittel verwenden, jedoch keinen Weichspüler. Geben Sie Wolle niemals in den Trockner, sondern lassen Sie sie an der Luft trocknen – und legen Sie sie nicht auf die Heizung.

Wenn Sie den Schweißgeruch nicht aus Ihren Socken bekommen, weichen Sie sie über Nacht in natürlichem Essig ein und waschen Sie sie am nächsten Tag wie oben beschrieben. Verwenden Sie niemals Soda für Wollsocken!

Hausschuhe aus Wollfilz können mit denselben Einstellungen gewaschen werden wie Wollsocken. Wir raten davon ab, Hausschuhe aus Schaffell in der Waschmaschine zu waschen, und empfehlen, auch auf eine Handwäsche zu verzichten. Stattdessen sollten sie regelmäßig ausgelüftet und mit „Collonil Odor Cleaner“ eingesprüht werden, um Gerüche zu beseitigen und verbliebene Bakterien abzutöten.

6. Waschen Sie Ihre Füße regelmäßig. Am besten tun Sie dies morgens mit warmem Wasser und Seife und spülen sie anschließend mit kaltem Wasser ab. Trocknen Sie sie gründlich ab, auch die Zehenzwischenräume.

Sie können Ihre Füße auch mit einer pflegenden und regenerierenden Creme eincremen. Auch Fußbäder sind sehr angenehm.

Die Saicara-Fußpflegeprodukte in unserem Sortiment tragen maßgeblich zu einem gesunden Fußklima bei. Die Pflegeprodukte von Saicara werden zudem häufig von zertifizierten Fußpflegern verwendet.

7. Entfernen Sie überschüssige Hornhaut selbst oder lassen Sie sie von einer medizinischen Fußpflegerin oder einem medizinischen Fußpfleger beseitigen. Hornhaut besteht aus abgestorbener Haut, die Bakterien einen idealen Nährboden bietet. Sie können die Hornhaut eigenständig mit einem Fußschwamm oder Bimsstein entfernen. Verwenden Sie anschließend regelmäßig Saicara Footrepair; dies beugt der Hornhautbildung vor bzw. verlangsamt deren Neubildung und macht Ihre Füße zudem wunderbar weich.

8. Verwenden Sie ein Schuh-Deodorant für Ihre Schuhe. Wenn Ihre Schuhe oder Hausschuhe auch nach dem Lüften nicht frisch riechen, können Sie zusätzlich ein Schuh-Deodorant verwenden, das Bakterien abtötet.

9. Wenn unsere Tipps gegen Schweißfüße nicht helfen, können Sie auch Ihren Hausarzt oder Ihre Fußpflegerin um Rat fragen.

Wir hoffen, dass unsere Tipps zu einem angenehmen und gesunden Klima für Ihre Füße beitragen. Es ist wichtig, Ihre Füße gut zu pflegen; schließlich leisten sie Schwerstarbeit für Sie und haben ein wenig zusätzliche Aufmerksamkeit verdient.

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